HOLYCRAB!

Coming May 11th 2019

Die Bibel kennt 10 Plagen. 4 davon kann man essen.

Seit der Mensch sich wie Gott aufführt, sind noch ein paar dazugekommen. Zum Glück sind etliche von ihnen ebenfalls essbar...

<< Der sumpfkrebs ist eine kleine Fressmaschine >> *

Wenn es in Berlin regnet, kann es sein, dass man ihn durch die Parks oder sogar über Straßen flitzen sieht: den Amerikanischen Sumpfkrebs.

Seit nunmehr 2 Jahren macht er die Berliner Gewässer & Parks unsicher. Inzwischen hat er sich vom einstigen Touristen zur ausgewachsenen Plage entwickelt, die sich hier so richtig zuhause fühlt. Die Art - sie gilt Kennern als Delikatesse - bedroht die heimische Flora und Fauna, sodass der Krebs seit diesem Frühjahr 2018 zum Fang freigegeben wurde. Und dabei ist er nicht das einzige Schalen(un)tier, das die hiesigen Ökosysteme unsicher macht. Neben dem Roten Amerikanischen Sumpfkrebs haben sich in und um Berlin außerdem die Chinesische Wollhandkrabbe, der Kamberkrebs und weitere invasive Tier- und Pflanzenarten einquartiert.

In Zeiten, in denen die Diskussion um den Nährstoffgehalt unserer Lebensmittel, Fleischalternativen wie Insekten (Eiweiß-Lieferanten!) und die Zweischneidigkeit von Superfoods aus Übersee schwelt, haben wir uns gefragt: Haben die Krebse und Krabben das Zeug zum „Local Superfood“ zu werden?

*Derk Ehlert, Wildtierreferent des Berliner Senats

holycrab! ist Konzeptkunst und Gesellschaftsexperiment in einem. Wir nehmen die Plage und machen etwas Nützliches daraus - mit gastronomischer Expertise und der großen vision einer invasivoren Revolution.

holy crab, ja, warum denn eigentlich nicht?!

Wenn die Plagen uns plagen, warum (fr)essen wir sie nicht einfach auf? "Invasive Delikatessen" sozusagen...

Was wäre, wenn wir uns gesund ernähren würden, mit dem, was da ist? So werden wir Menschen wieder zum notwendigen Fressfeind in der Nahrungskette und retten mit Genuss unser eigenes Ökosystem.

Bei HOLYCRAB! verarbeiten ausschließlich regionale und saisonale Zutaten in Bio- bzw. Wildtierqualität. Unsere Krebse und Krabben kommen in Begleitung von hausgemachten Soßen, regionalem Fisch aus Wildfang und frischem aber 'krummem' Gemüse, das aufgrund kreativer Verknotungen oder Farbspielen nicht zum Supermarktstandard passt und daher für gewöhnlich weggeworfen wird. Außerdem finden sich auch im Pflanzenreich so einige "Plagen" mit fantastischem Geschmack...wir sagen: ab auf den Teller mit ihnen!

Speisekarte (Auszug)

Berlin Crab Roll

Holycrab* in frisch gebackener Sauerteigbrioche mit hausgemachter Dillmayonaise, mariniertem Staudensellerie und in Limettensaft eingelegtem roten Zwiebelsalat.

Crabs'n'Cripples

Holycrab* meets krummes Gemüse.
Zwei Plagen in einer Pfanne. Unsere Berliner Neuinterpretationen von Fish’n’Chips

– vegane Variante erhältlich – 

Wild Wild Weeds

Salat aus Wildkräutern, Schwarze Walnüsse, Rüben, Radieschen, Zucchini, Weintrauben, Fenchelsamen, Balsamico, Holycrab*-Topping

– vegane Variante erhältlich – 

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Pasta Frutti di Plage

Holycrab*, Linguine, Holycrab* Bisque, Tomate, Parmesan, Basilikum

Hauptstadt-Bouillabaisse

Holycrab* Bisque, frischer Fisch aus regionalem Wildfang, Safran

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Celina Invasiva

Kartoffelstampf aus Celina, Holycrab*, gerösteter Blumenkohl, eingelegte violette Karotten, Champignons, Ringelbeete, Nussbutter

Cabbaged Crabs

Spitzkohl-Cannelloni, gefüllt mit einem Salat 
aus Fenchel, Holycrab* und
  hausgemachter Aioli.

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*je nach (saisonaler) Verfügbarkeit servieren wir unsere Gerichte mit verschiedenen Krebs- und Krabbenarten. Unser Versprechen: immer regional, immer invasiv, immer lecker! 

...crab some more!

Meet the holy-C-Team

Lukas Bosch bringt als Unternehmensberater und Coach für Innovation und Transformation neuen Wind in alte Geschäftsmodelle und Denkmuster.
Mit HOLYCRAB! verwirklicht er einmal mehr seine Überzeugung von ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigem Business – das schmeckt!

Juliane Bublitz beschäftigt sich als Zukunftsforscherin mit Megatrends und der Rezeptur wünschbarer Zukünfte. Mit HOLYCRAB! gibt sie den Anstoß für einen Perspektivwechsel auf den Zusammenhang zwischen Globalisierung und Neo-Ökologie durch den Genuss aller möglichen essbaren Plagen.

Andreas Michelus hat das Kochen in den besten Küchen Berlins gelernt. Der Berlinerbub mit der Gourmentzunge ist der kulinarische Kopf von HOLYCRAB! – denn wer kann besser mit den Berlinplagen umgehen als ein waschechter Berliner? Was auf den Teller bzw. die Hand kommt ging davor durch sein Chefkoch-Hirn und seine Scherenhände. Schnafte, oder?

Contact

Krustentier-Liebhaber, Gourmets, kulinarische Trendsetter und Invasivore dieser Welt - wir freuen uns, von euch zu hören!
Egal ob Catering-Anfrage, Einladungen mit Foodtruck-Standort, Kooperationsvorschläge, Weltherrschaftspläne oder Liebesbriefe...
Schreibt uns gerne an folgende Mailadresse oder nutzt das Kontaktformular!
hello@holycrab.berlin

Die Vision:
Essbare Plagen

Plagen gibt es überall - und sie haben Potential

Die Bibel kennt 10 Plagen, vier davon kann man essen, z.B. Fliegen & Heuschrecken. Und seit der Mensch sich auf der Erde wie Gott aufführt, sind noch ein paar dazu gekommen. Glücklicherweise sind auch sie teilweise essbar. In machen Teilen der Welt gelten sie gar als Delikatessen.

Essbare Plagen gibt es auf der ganzen Welt: Kamele in Australien, Heuschrecken in Madagaskar, Nilgänse in Deutschland. Häufig wird versucht diesen Arten mit anderen Tieren den Garaus zu machen. Im Falle der Krebse werden beispielsweise in manchen betroffenen Regionen Aale ausgesetzt. Doch niemand kann garantieren, dass diese dann nicht auch wiederum zur Plage werden - so passiert zum Beispiel mit Zuckerrohrkröten in Australien, die zum Kampf gegen eine Maikäferplage im Jahre 1935 aus Hawaii eingeführt wurden und inzwischen aufgrund ihrer massenhaften Vermehrung und des tödlichen Giftes Angst und Schrecken verbreiten. Gut gemeint ist also nicht immer gut.

Gleichzeitig wollen sich immer weniger Menschen mit Massentierhaltung und dem damit einhergehenden Tierleiden sowie persönlichen Gesundheitsrisiken von Industriefleisch abfinden. Viele werden Vegetarier oder Veganer. Die am stärksten wachsende Gruppe von bewussten Konsumenten sind jedoch die Flexitarier: Menschen, die seltener Fleisch essen und wenn, dann bio und lokal. Für eine ethisch vertretbare Eiweißzufuhr gewinnen aktuell auch Insekten in unserer Hemisphäre an Bedeutung. In ausgewählten Märkten von REWE kann man inzwischen Insektenburger kaufen. Konsumenten suchen nach gesunden Alternativen zu Fleisch, denn gänzlicher Verzicht gelingt nur ganz wenigen…und, mal ehrlich, ein bisschen Spaß machen muss das Leben ja auch noch!

Lasst sie uns essen, die Plagen dieser Welt - Genießen UND Gutes tun.

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