HOLYCRAB!

- invasive delicatessen -

Die Bibel kennt 10 Plagen. 4 davon kann man essen.

Seit der Mensch sich wie Gott auff√ľhrt, sind noch ein paar dazugekommen. Zum Gl√ľck sind etliche von ihnen ebenfalls essbar...

<< Der sumpfkrebs ist eine kleine Fressmaschine >> *

Wenn es in Berlin regnet, kann es sein, dass man ihn durch die Parks oder sogar √ľber Stra√üen flitzen sieht: den Amerikanischen Sumpfkrebs.

Seit nunmehr 2 Jahren macht er die Berliner Gew√§sser & Parks unsicher. Inzwischen hat er sich vom einstigen Touristen zur ausgewachsenen Plage entwickelt, die sich hier so richtig zuhause f√ľhlt. Die Art - sie gilt Kennern als Delikatesse - bedroht die heimische Flora und Fauna, sodass der Krebs seit diesem Fr√ľhjahr 2018 zum Fang freigegeben wurde. Und dabei ist er nicht das einzige Schalen(un)tier, das die hiesigen √Ėkosysteme unsicher macht. Neben dem Roten Amerikanischen Sumpfkrebs haben sich in und um Berlin au√üerdem die Chinesische Wollhandkrabbe, der Kamberkrebs und weitere invasive Tier- und Pflanzenarten einquartiert.

In Zeiten, in denen die Diskussion um den N√§hrstoffgehalt unserer Lebensmittel, Fleischalternativen wie Insekten (Eiwei√ü-Lieferanten!) und die Zweischneidigkeit von Superfoods aus √úbersee schwelt, haben wir uns gefragt: Haben die Krebse und Krabben das Zeug zum ‚ÄěLocal Superfood‚Äú zu werden?

*Derk Ehlert, Wildtierreferent des Berliner Senats

holycrab! ist Konzeptkunst und Gesellschaftsexperiment in einem. Wir nehmen die Plage und machen etwas N√ľtzliches daraus - mit gastronomischer Expertise und der gro√üen vision einer invasivoren Revolution.

holy crab, ja, warum denn eigentlich nicht?!

Wenn die Plagen uns plagen, warum (fr)essen wir sie nicht einfach auf? "Invasive Delikatessen" sozusagen...

Was w√§re, wenn wir uns gesund ern√§hren w√ľrden, mit dem, was da ist? So werden wir Menschen wieder zum notwendigen Fressfeind in der Nahrungskette und retten mit Genuss unser eigenes √Ėkosystem.

Bei HOLYCRAB! verarbeiten ausschlie√ülich regionale und saisonale Zutaten in Bio- bzw. Wildtierqualit√§t. Unsere Krebse und Krabben kommen in Begleitung von hausgemachten So√üen, regionalem Fisch aus Wildfang und frischem aber 'krummem' Gem√ľse, das aufgrund kreativer Verknotungen oder Farbspielen nicht zum Supermarktstandard passt und daher f√ľr gew√∂hnlich weggeworfen wird. Au√üerdem finden sich auch im Pflanzenreich so einige "Plagen" mit fantastischem Geschmack...wir sagen: ab auf den Teller mit ihnen!

Speisekarte (Auszug)

Berlin Crab Roll

Holycrab* in frisch gebackener Sauerteigbrioche mit hausgemachter Dillmayonaise, mariniertem Staudensellerie und in Limettensaft eingelegtem roten Zwiebelsalat.

Crabs'n'Cripples

Holycrab* meets krummes Gem√ľse.
Zwei Plagen in einer Pfanne. Unsere Berliner Neuinterpretationen von Fish’n’Chips

– vegane Variante erh√§ltlich –¬†

Wild Wild Weeds

Salat aus¬†Wildkr√§utern, Schwarze Waln√ľsse, R√ľben, Radieschen, Zucchini, Weintrauben, Fenchelsamen, Balsamico, Holycrab*-Topping

– vegane Variante erh√§ltlich –¬†

IMG_8092 D klein Quadrat

Pasta Frutti di Plage

Holycrab*, Linguine, Holycrab* Bisque, Tomate, Parmesan, Basilikum

Hauptstadt-Bouillabaisse

Holycrab* Bisque, frischer Fisch aus regionalem Wildfang, Safran

IMG_7864 klein Quadrat
IMG_8905 D klein Quadrat

Celina Invasiva

Kartoffelstampf aus Celina, Holycrab*, gerösteter Blumenkohl, eingelegte violette Karotten, Champignons, Ringelbeete, Nussbutter

Cabbaged Crabs

Spitzkohl-Cannelloni, gef√ľllt mit¬†einem Salat¬†
aus Fenchel, Holycrab* und
  hausgemachter Aioli.

cabbaged_crab Kopie 2

*je nach (saisonaler) Verf√ľgbarkeit servieren wir unsere Gerichte mit verschiedenen Krebs- und Krabbenarten. Unser Versprechen: immer regional, immer invasiv, immer lecker!¬†

...crab some more!

Meet the holy-C-Team

Lukas Bosch bringt als Unternehmensberater und Coach f√ľr Innovation und Transformation neuen Wind in alte Gesch√§ftsmodelle und Denkmuster.
Mit HOLYCRAB! verwirklicht er einmal mehr seine √úberzeugung von √∂kologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigem Business ‚Äď das schmeckt!

Juliane Bublitz besch√§ftigt sich als Zukunftsforscherin mit Megatrends und der Rezeptur w√ľnschbarer Zuk√ľnfte.¬†Mit HOLYCRAB! gibt sie den Ansto√ü f√ľr einen Perspektivwechsel auf den Zusammenhang zwischen Globalisierung und Neo-√Ėkologie durch den Genuss aller m√∂glichen essbaren Plagen.

Andreas Michelus hat das Kochen in den besten K√ľchen Berlins gelernt.¬†Der Berlinerbub mit der Gourmentzunge ist der kulinarische Kopf von HOLYCRAB! ‚Äď denn wer kann besser mit den Berlinplagen umgehen als ein waschechter Berliner? Was auf den Teller bzw. die Hand kommt ging davor durch sein Chefkoch-Hirn und seine Scherenh√§nde. Schnafte, oder?

Contact

Krustentier-Liebhaber, Gourmets, kulinarische Trendsetter und Invasivore dieser Welt - wir freuen uns, von euch zu hören!
Egal ob Catering-Anfrage, Einladungen mit Foodtruck-Standort, Kooperationsvorschläge, Weltherrschaftspläne oder Liebesbriefe...
Schreibt uns gerne an folgende Mailadresse oder nutzt das Kontaktformular!
hello@holycrab.berlin

Die Vision:
Essbare Plagen

Plagen gibt es √ľberall - und sie haben Potential

Die Bibel kennt 10 Plagen, vier davon kann man essen, z.B. Fliegen & Heuschrecken. Und seit der Mensch sich auf der Erde wie Gott auff√ľhrt, sind noch ein paar dazu gekommen. Gl√ľcklicherweise sind auch sie teilweise essbar. In machen Teilen der Welt gelten sie gar als Delikatessen.

Essbare Plagen gibt es auf der ganzen Welt: Kamele in Australien, Heuschrecken in Madagaskar, Nilg√§nse in Deutschland. H√§ufig wird versucht diesen Arten mit anderen Tieren den Garaus zu machen. Im Falle der Krebse werden beispielsweise in manchen betroffenen Regionen Aale ausgesetzt. Doch niemand kann garantieren, dass diese dann nicht auch wiederum zur Plage werden - so passiert zum Beispiel mit Zuckerrohrkr√∂ten in Australien, die zum Kampf gegen eine Maik√§ferplage im Jahre 1935 aus Hawaii eingef√ľhrt wurden und inzwischen aufgrund ihrer massenhaften Vermehrung und des t√∂dlichen Giftes Angst und Schrecken verbreiten. Gut gemeint ist also nicht immer gut.

Gleichzeitig wollen sich immer weniger Menschen mit Massentierhaltung und dem damit einhergehenden Tierleiden sowie pers√∂nlichen Gesundheitsrisiken von Industriefleisch abfinden. Viele werden Vegetarier oder Veganer. Die am st√§rksten wachsende Gruppe von bewussten Konsumenten sind jedoch die Flexitarier: Menschen, die seltener Fleisch essen und wenn, dann bio und lokal. F√ľr eine ethisch vertretbare Eiwei√üzufuhr gewinnen aktuell auch Insekten in unserer Hemisph√§re an Bedeutung. In ausgew√§hlten M√§rkten von REWE kann man inzwischen Insektenburger kaufen. Konsumenten suchen nach gesunden Alternativen zu Fleisch, denn g√§nzlicher Verzicht gelingt nur ganz wenigen‚Ķund, mal ehrlich, ein bisschen Spa√ü machen muss das Leben ja auch noch!

Lasst sie uns essen, die Plagen dieser Welt - Genießen UND Gutes tun.

yang-shuo-485056-unsplash