#streetcrabability

coming spring *19

Die Bibel kennt 10 Plagen. 4 davon kann man essen.

Seit der Mensch sich wie Gott aufführt, sind noch ein paar dazugekommen. Zum Glück sind etliche von ihnen ebenfalls essbar...

<< Der sumpfkrebs ist eine kleine Fressmaschine >> *

Wenn es in Berlin regnet, kann es sein, dass man ihn durch die Parks oder sogar über Straßen flitzen sieht: den Amerikanischen Sumpfkrebs.

Seit nunmehr 2 Jahren macht er die Berliner Gewässer & Parks unsicher. Inzwischen hat er sich vom einstigen Touristen zur ausgewachsenen Plage entwickelt, die sich hier so richtig zuhause fühlt. Die Art - sie gilt Kennern als Delikatesse - bedroht die heimische Flora und Fauna, sodass der Krebs seit diesem Frühjahr zum Fang freigegeben wurde. Und dabei ist er nicht das einzige Schalen(un)tier, das die hiesigen Ökosysteme unsicher macht. Neben dem Roten Amerikanischen Sumpfkrebs haben sich in und um Berlin außerdem die Chinesische Wollhandkrabbe, der Kamberkrebs und weitere invasive Tier- und Pflanzenarten einquartiert.

In Zeiten, in denen die Diskussion um den Nährstoffgehalt unserer Lebensmittel, Fleischalternativen wie Insekten (Eiweiß-Lieferanten!) und die Zweischneidigkeit von Superfoods aus Übersee schwelt, haben wir uns gefragt: Haben die Krebse das Zeug zum „Local Superfood“ zu werden?

*Derk Ehlert, Wildtierreferent des Berliner Senats

holycrab! ist Konzeptkunst und Gesellschaftsexperiment in einem. Wir nehmen die Plage und machen etwas Nützliches daraus - mit gastronomischer Expertise und der großen vision einer invasivoren Revolution.

holy crab, ja, warum denn eigentlich nicht?!

Wenn die Plagen uns plagen, warum (fr)essen wir sie nicht einfach auf? „From plague to plate" sozusagen!

Was wäre, wenn wir uns gesund ernähren würden, mit dem, was da ist? So werden wir Menschen wieder zum notwendigen Fressfeind in der Nahrungskette und retten mit Genuss unser eigenes Ökosystem.

Bei HOLYCRAB! verarbeiten ausschließlich lokale und saisonale Zutaten in Bio- bzw. Wildtierqualität. Unsere Krebse kommen in Begleitung von hausgemachten Soßen und frischem aber 'krummem' Gemüse, das aufgrund kreativer Verknotungen oder Farbspiele nicht zum Supermarktstandard passt und daher für gewöhnlich weggeworfen wird. Außerdem finden sich auch im Pflanzenreich so einige "Plagen" mit fantastischem Geschmack...wir sagen: ab auf den Teller mit ihnen!

Speisekarte

Berlin Lobster Bun

Holycrab in frisch gebackener Sauerteigbrioche mit hausgemachter Dillmayonaise, mariniertem Staudensellerie und in Limettensaft eingelegtem roten Zwiebelsalat.

Crabs'n'Cripples

Holycrab meets krummes Gemüse.
Zwei Plagen in einer Pfanne. Unsere Berliner Neuinterpretation des britischen Klassikers. 

Cabbaged Crabs

Spitzkohl-Cannelloni, gefüllt mit einem Salat 
aus Fenchel, Holycrab und
  hausgemachter Aioli.

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...crab some more!

Meet the holy-C-Team

Lukas Bosch bringt als Unternehmensberater und Coach für Innovation und Transformation neuen Wind in alte Geschäftsmodelle und Denkmuster.
Mit HOLYCRAB! verwirklicht er einmal mehr seine Überzeugung von ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigem Business – das schmeckt!

Juliane Bublitz beschäftigt sich als Zukunftsforscherin mit Megatrends und der Rezeptur wünschbarer Zukünfte. Mit HOLYCRAB! gibt sie den Anstoß für einen Perspektivwechsel auf den Zusammenhang zwischen Globalisierung und Neo-Ökologie durch den Genuss aller möglichen essbaren Plagen.

Andreas Michelus hat das Kochen in den besten Küchen Berlins gelernt. Der Berlinerbub mit der Gourmentzunge ist der kulinarische Kopf von HOLYCRAB! – denn wer kann besser mit den Berlinplagen umgehen als ein waschechter Berliner? Was auf den Teller bzw. die Hand kommt ging davor durch sein Chefkoch-Hirn und seine Scherenhände. Schnafte, oder?

Timeline

IN GRAUER VORZEIT

06. MAI 2018

MITTE MAI 2018

ENDE MAI 2018

JUNI 2018

01. Juli 2018

JULI/ AUGUST 2018

XX/XX 2018

Herbst 2018

Winter 2018

Build/ learn/Grow

ab 2019

Ein verzweifelter Halter von Amerikanischen Sumpfkrebsen (lat. Procambarus clarkii) hat genug von der Plackerei mit den roten Schalentieren und schenkt seinen Haustieren in Berliner Gewässern die Freiheit.

DIE GEBURTSSTUNDE EINER PLAGE.

Ein Berliner Fischereibetrieb erhält einigermaßen öffentlichkeitswirksam eine exklusive Fangerlaubnis für die in Berlin in großer Zahl ihr Unwesen treibenden Sumpfkrebse. Unser Interesse ist geweckt.

DIE GEBURTSSTUNDE EINER IDEE.

Aus einer ersten wilden Idee wächst nach und nach ein Konzept, mehr Teammitglieder bringen immer neue Perspektiven ein, unser Vorhaben beginnt greifbar zu werden.

DIE GEBURTSSTUNDE EINES PROJEKTS.

Wir beschließen, „um ernst zu machen“ als erstes Etappenziel den Kultur- und Kreativpiloten-Wettbewerb ins Auge zu fassen. Verbindliche Deadlines helfen bekanntlich in der Frühphase einer Idee - mit dem hierdurch gewonnen Schwung wollen wir uns weiterhangeln zu Crowdfunding und ersten lokalen Eatings-à-la-Plage.

Wir essen Krebse. Während wir die Rezepte verfeinern und am Konzept feilen, fällt unser Blick bei den Recherchen auf immer mehr Plagen in der ganzen Welt. Das Kuriose daran: Die meisten davon sind essbar.

DIE GEBURTSSTUNDE EINER VISION.

Wir reichen unsere Bewerbung ein und feiern den ersten Meilenstein mit einer großen Portion Berlin Lobster und einigen - testweise online bestellten - Packungen Camel Jerky aus Australien (dort plagt eine Herde Kamele mit der Größe Schottlands die Einwohner und das Ökosystem… yay!)

Wir bringen unsere Crowdfundingkampagne ins Rollen und mobilisieren ganz Berlin, Deutschland und die Welt (oder in umgekehrter Ordnung), Plagitarier zu werden. Gutes, gesundes Essen essen und dabei die Welt retten, was will man mehr? Die Crowdfunding Perks können bereits bei lokal stattfindenden Eating-à-la-Plage-Veranstaltungen in der Fundingphase eingelöst werden, Unterstützung bekommen wir durch unser persönliches Netzwerk in der Berliner Food- & Gründer-Szene sowie internationale Experten für Food Trends.

Wir werden ganz offiziell Kultur- und Kreativpiloten 2018 und laden zum Dank die gesamte Jury zu einem großen Ge(p)lage ein.

Verfeinerung der Rezepte & Abläufe bei der Herstellung & Logistik (Kooperation mit 25Teiche, Exklusivlieferant für Berliner Sumpfkrebse), Erstellung der Website, Social Media Marketing. Mit dem Coaching & Mentoring der Kultur- und Kreativpiloten verwandeln wir unsere Vision in ein funktionierendes Business.

DIE GEBURTSSTUNDE EINES UNTERNEHMENS

Wir kaufen einen Foodtruck und bauen ihn entsprechend unserer Anforderungen um. Holy Crab auf Tour durch Clubs, Großevents, Street Food Thursday in der Markthalle 9, usw.

Wir tun das, was wir (am Besten) können und bringen den Plagitarismus unter's Volk. Wir lernen und entwickeln das Konzept und uns selbst.

Weitere essbare Plagen kommen auf den Tisch.

Die Vision:
Essbare Plagen

Plagen gibt es überall - und sie haben Potential

Die Bibel kennt 10 Plagen, vier davon kann man essen, z.B. Fliegen & Heuschrecken. Und seit der Mensch sich auf der Erde wie Gott aufführt, sind noch ein paar dazu gekommen. Glücklicherweise sind auch sie teilweise essbar. In machen Teilen der Welt gelten sie gar als Delikatessen.

Essbare Plagen gibt es auf der ganzen Welt: Kamele in Australien, Heuschrecken in Madagaskar, Nilgänse in Deutschland. Häufig wird versucht diesen Arten mit anderen Tieren den Garaus zu machen. Im Falle der Krebse werden beispielsweise in manchen betroffenen Regionen Aale ausgesetzt. Doch niemand kann garantieren, dass diese dann nicht auch wiederum zur Plage werden - so passiert zum Beispiel mit Zuckerrohrkröten in Australien, die zum Kampf gegen eine Maikäferplage im Jahre 1935 aus Hawaii eingeführt wurden und inzwischen aufgrund ihrer massenhaften Vermehrung und des tödlichen Giftes Angst und Schrecken verbreiten. Gut gemeint ist also nicht immer gut.

Gleichzeitig wollen sich immer weniger Menschen mit Massentierhaltung und dem damit einhergehenden Tierleiden sowie persönlichen Gesundheitsrisiken von Industriefleisch abfinden. Viele werden Vegetarier oder Veganer. Die am stärksten wachsende Gruppe von bewussten Konsumenten sind jedoch die Flexitarier: Menschen, die seltener Fleisch essen und wenn, dann bio und lokal. Für eine ethisch vertretbare Eiweißzufuhr gewinnen aktuell auch Insekten in unserer Hemisphäre an Bedeutung. In ausgewählten Märkten von REWE kann man inzwischen Insektenburger kaufen. Konsumenten suchen nach gesunden Alternativen zu Fleisch, denn gänzlicher Verzicht gelingt nur ganz wenigen…und, mal ehrlich, ein bisschen Spaß machen muss das Leben ja auch noch!

Lasst sie uns essen, die Plagen dieser Welt - Genießen UND Gutes tun.

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